Bernd Platzer kann sich als Publisher die Miete gerade leisten – ein Schnellinterview

Bernd Platzer

Bernd Platzer

Bernd habe ich um ein kurzes Interview gebeten habe, weil er mit werbeplanung.at in Österreich einen sehr guten Branchendienst geschaffen hat und mit dem Werbeplanung.at  Summit jedes Jahr mit kreativen Namen für die Tracks überrascht!

Onliner stellen sich vor: Bernd Platzer

Stell dich bitte den Lesern kurz vor!
Ich bin der Bernd. Arbeite als Publisher für die Digitalisierung in Österreich und versuche die Leute im deutschsprachigen Raum bestmöglich zu vernetzen.

Womit verdienst du dein Geld?
Gute Frage. Die Miete kann ich mir gerade so leisten: Ich schaffe eine Community aus Anbietern und Nachfragenden in der Digital-Branche und bringe sie im Online, Print und auf Events zusammen.

Das Portal werbeplanung.at und die Zeitschrift update haben sich in Österreich inzwischen gut etabliert, was waren Deiner Meinung nach die wichtigsten Gründe dafür?
Wir waren die Ersten und sind es meiner Meinung nach heute noch. Alle anderen (Fach-)Publikationen kleistern sich das Digitale an ihre Ressorts hinzu, bei uns ist es in der journalistischen DNA.

Wie siehst du den österreichischen Markt für Digital-Konferenzen?
Naja, so viele gibt es nicht: Wir haben den eDay von der Wirtschaftskammer, der sich an die Rookies wendet, es gibt die DMX, die – weil gratis zu besuchen – in einer großen Abhängigkeit zu ihren Sponsoren steht und es gibt uns. Ich bringe hier jetzt den Text, den ich für den Summit 14 als Anreisser geschrieben habe:

Unsere Wirklichkeit ist zunehmend geprägt von Technologie und Echtzeit-Analyse. Dieses Diktat des Real Time fordert blitzschnelles Anpassen. Daher heißt unser roter Faden für das Programm 2014 „Be adaptive or #fail“. Wir sehen die erodierenden Erlösmodelle bei den Medien und Agenturen und wie sie versuchen, ihre Rollen neu zu definieren. Werbetreibende werden Hersteller gefragter Inhalte und umgehen die Vertriebskanäle der traditionellen Medienhäuser.

Wir werfen einen genauen Blick auf die Digitalisierung von allem. Das Internet schafft neue Beziehungen, während es selbst davor steht, neu geschaffen zu werden. Virtuelles Geld etabliert sich, während alte Modelle des Verdienens erodieren. Mensch und Maschine verbinden sich innig, während Zeit und Ort bedeutungslos werden. Wir stellen die Fragen und zeigen die Chancen für Ihr Geschäft.

Das sind die Themen, die mich beschäftigen und die werden wir heuer wieder in gut über 30 Themenkreisen versuchen zu beantworten.

Welche grossen Herausforderungen kommen in Zukunft auf Konferenz Veranstalter zu?
Wie überhaupt, der Markt fragmentiert sich. Das ist gut, vor allem im Digitalen braucht es spezielle Antworten. Wir sind – wie der Name sagt – Summit. Die Leute sollen sich treffen, austauschen und die Topics im Digitalen mitbekommen. unsere Besucher sind eher C-Level, die brauchen das große Bild.

Wie professionell bewertest du die österreichische Online Marketing Szene?
Nicht schlechter als anderswo. Ich glaube, den deutschen Markt recht gut zu kennen. die sind super in der Verpackung, aber inhaltlich nicht viel weiter als wir. Wir haben exzellente Leute, wirkliche Enthusiasten und richtige Profis. Wo haben wir Defizite? Beim Nachwuchs – wie auch in Deutschland und in der Schweiz.

Wenn du dir einen beliebigen Job in einem beliebigen Unternehmen aussuchen könntest, was würdest du am liebsten machen?
Ich bin Jäger. Ich würde das Wild schießen, zerwirken, veredeln und verkaufen. Derzeit reichen meine Zeit und die Ressourcen nur zur Hege und ab und zu zum Schuss.

Welcher Fehler in deiner beruflichen Karriere, den du selbst gemacht hast, wird dir nie wieder passieren?
Mich in einem Konzern zu engagieren.

Wie bist du in diese Branche gekommen?
Ich habe im Alter von 18 begonnen für Medien zu arbeiten. Als Journalist, damals für die Hartberger Bezirkszeitung und die Kleine Zeitung.

Was war dein erster Post auf Facebook?
Fuck. Keine Ahnung. Aber ich befürchte, er war in Dritter Person geschrieben.

Was würdest du machen wenn es das Internet ab morgen nicht mehr geben würde?
Dann würde ich Jagen gehen ;-)

In welchen Netzwerken bist du aktiv, wie kannst du erreicht werden?
In den Üblichen. Bitte: bernd.platzer@werbeplanung.at ist mir am liebsten.

Würdest du lieber gegen eine pferdegroße Ente oder gegen 100 entengroße Pferde kämpfen?
Was für eine Frage: die pferdegroße Ente habe ich im Griff!

Willst du noch etwas loswerden/promoten?
Danke, lass mich in Ruhe (Copyright mein Namensvetter Bernd das Brot) :-)

About Ulf

Net Nerd, der Marketing im Internet macht, begeisteter Skydiver und fest daran glaubt, dass das Internet kein #Neuland ist. Ansonsten: #social #branding #design #adwords

One Response to Bernd Platzer kann sich als Publisher die Miete gerade leisten – ein Schnellinterview

  1. 50style April 18, 2014 at 10:48 #

    Die Überschrift ist wirklich mutig, da das Interview wesentlich mehr abdeckt. Aber es ist erschreckend, dass sich dieser etablierte Dienst nicht so monetärisieren kann, wie man es als Aussenstehender erwartet hätte.

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